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Gegen ‚Besorgte Eltern‘

Januar 25, 2015

Es gibt viele Gründe, sich um das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen Sorgen zu machen. Ein Grund zur Sorge ist beispielsweise, dass Kinder und Jugendliche, die vermeintlich ’nicht-deutsch-klingende‘ Namen haben, in Schule, Uni oder Ausbildung massiv benachteiligt werden, oder dass bi- und homosexuelle Schüler_innen deutlich überdurchschnittlich von Diskriminierung und Gewalt betroffen sind und viele Schulen das noch nicht einmal zu unterbinden versuchen.

Leider macht sich die Gruppierung der ‚besorgten Eltern‘ um all diese Dinge keinerlei Sorgen, sondern ist vielmehr selbst äußerst besorgniserregend. Sie kämpft gegen Aufklärung, Gleichberechtigung und Antidiskriminierung, insbesondere in Bezug auf sexuelle Vielfalt. Die Organisation ist im Januar 2014 in Köln aufgetaucht, zählt unter anderem den Chefredakteur des Compact-Magazins Jürgen Elsässer zu ihren Rednern und plant für 2015 ca. 13 Proteste in sieben oder acht Städten, wie ‚queer.de‘ berichtet. Gestern (am 24.1.2015) kam es zu einer Demonstration von ca. 150 ‚besorgten Eltern‘ in Hamburg, gegen die ca. 1000 Personen demonstrierten.

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  1. Januar 26, 2015 10:08 am

    Vielfalt ist empirisch belegt. Und vernunftbasiert, logisch-theoretisch soll für Unterschiedlichkeit (ohne die u.a. das Nachdenken über Ethik und Recht keinen Sinn macht) immer prinzipielle Offenheit da sein. Im Namen der Kinder und Jugendlichen gegen eine vermutete Indoktrination vorzugehen, könnte ein zumindest nachvollziehabres, kritik-reifes Denken und Handeln sein. Aber dabei selbst (bezogen auf das Thema sogar im Gegensatz zum Kritisierten) ein bestimmtes Weltbild zu bevorzugen ist mindestens ein performativer Selbstwiderspruch.

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