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Text ‚irgendwie anders‘ über lesbische Mütter

November 23, 2014

Auf kleinerdrei erschien vor einigen Tagen der sehr guter Gastbeitrag ‚irgendwie anders‚ über die Erfahrungen einer lesbischen Co-Mutter. Ein Ausschnitt:

Wäre ich übrigens männlich, und meine Frau hätte eine Samenspende bekommen, so hätte ich unseren Sohn noch im Krankenhaus mit exakt einer Unterschrift als meinen Sohn anerkennen können. Da wäre dann auch egal gewesen, dass ich nicht der leibliche Vater bin, denn ich hätte es ja sein können (da war er wieder, der kleine Unterschied). Dass das nicht ging, verdanken wir dem Lebenspartnerschaftsgesetz, das explizit gemacht wurde, damit Homosexuelle keine Ehe eingehen können, und das inzwischen sogar Herr Berlusconi lobt. Ja, DER Berlusconi. 2005 wurde uns die Regelung zur Stiefkindadoption freundlicherweise “geschenkt”, die überhaupt erst ermöglicht, dass meine Frau und ich gemeinsam Kinder haben können. Rege ich mich gegenüber Freund_innen und Kolleg_innen darüber auf, ist die erste Reaktion meistens “Ist ja auch irgendwie anders”. (…)

Genau. Und deswegen dürften wir auch weiterhin nicht gemeinsam ein fremdes Kind adoptieren. Und nein, es ist nicht so, dass das Jugendamt nach Besuchen bei uns als potenziellen Adoptiveltern entscheiden würde, dass wir nicht geeignet seien – wie es das bei einem (ungeeigneten) Heteropaar täte, das sich um eine Adoption bewirbt. Bis zum Jugendamt würden wir gar nicht vordringen, da wir ja grundsätzlich per Gesetz von dem Recht, uns um eine gemeinsame Adoption zu bewerben, ausgeschlossen sind. Nacheinander dürften wir uns allerdings jetzt schon darum bewerben, dasselbe, nicht leibliche Kind zu adoptieren – dank der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom letzten Jahr zur so genannten Sukzessivadoption. Da der Adoptionsprozess so viel Spaß macht und so wenig Nerven und Geld kostet, ist das vermutlich auch ein von der “Homo-Lobby” durchgesetztes Privileg.

Über ‚Rainbow Family News‘ bin ich ausserdem auf einen sehenswerten WDR-Beitrag aufmerksam geworden: ‚Lesbische Eltern – Familien zweiter Klasse?

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