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Ralf, Väterrechte, Unterhalt, Geldmaschinen

Mai 6, 2014

Ich finde das Blog von ‚Dr. Mutti‘ toll. Deswegen hier eine Leseempfehlung zu einem Text, in der sie sich mit einem taz-Artikel zu Unterhalt und Väterrechten, personifiziert von der Figur eines „Ralfs“ auseinandersetzt (interessanter Weise taucht dieser Ralf dann noch als Kommentator bei Dr. Mutti auf, wenn es sich nicht – was eher wahrscheinlich ist – um einen Fake handelt). Der Begriff ‚Väterrechte‘ klingt ja erstmal schön harmlos, dahinter verbergen sich aber oft leider eher weniger Väter, die für Gleichberechtigung sind oder gar gern mehr Erziehungsaufgaben übernehmen wollen – sondern oft äußerst antifeministische und ziemlich misogyne Positionen.

Ich will “Ralf” nicht unrecht tun. Er klingt eigentlich, als wäre er ein ganz normaler Typ, in jedem Fall ein Vater, dem seine Kinder nicht egal sind. Aber “Claudia” kommt in dieser Erzählung wirklich beschissen weg – und dabei klingt es eigentlich auch, als wäre sie vielleicht ganz okay.

(…) Aber statt sich über gierige Helikoptermütter und die Unterhaltsregelungen und Familiengerichte, die diese blind unterstützen, aufzuregen, könnte man ja auch einmal in eine ganz andere Richtung denken. Ich will ja gar nicht erst mit auch für Männer (!) attraktiven Teilzeit-Arbeitsmodellen anfangen. Aber wie wäre es denn zum Beispiel mit einer Steuergesetzgebung, die endlich nicht mehr verheirateten Paaren, sondern Eltern – auch getrennt lebenden – Steuervorteile sichert? Wo dann zum Beispiel ein Vater auch das Kinderzimmer, das er unterhält, zusätzlich zu seinen Unterhaltszahlungen als besondere Belastung steuerlich geltend machen könnte? Oder ein Elterngeld, das nicht von vornherein suggeriert, der weniger verdienende Elternteil solle doch lieber ganz zu Hause bleiben – und damit eine Rollenverteilung einleitet, die vielleicht manch einer nicht mehr so will?

Statistisch gesehen ist es so, dass ca. zwei Drittel der Väter nicht den vollen Unterhalt bezahlen – beziehungsweise dass „zehntausende Väter“ für ihre Kinder keine Alimente zahlen.

3 Kommentare leave one →
  1. Mai 6, 2014 12:27 pm

    und viele von den unterhaltspflichtigen väter absichtlich, um eigenes leben zu erleichtern, in einen niedrigeren lohnjob wechseln und damit die dafür nicht belangt werden, schieben sie psych. belastungen als ausrede vor sich hin.

  2. Mamamotzt permalink
    Mai 6, 2014 4:18 pm

    Fand den Beitrag auch sehr getroffen. Dafür den Stern, sicher nicht für das Thema inhaltlich.
    Diese alten Drückeberger!😉
    Herzlichste Grüße, Mamamotzt

  3. Anna permalink
    Mai 11, 2014 12:03 pm

    ein thema, das wie ich finde im feminismus zu kurz kommt. was bringt uns die gleichberechtigung, wenn sie vorallem vätern mehr rechte gibt? letzlich sind es – von einzelfällen abgesehen – doch wieder die mütter, die sich um die kinder kümmern wollen/dürfen/müssen

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