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FAZetteltes Vergnügen

Januar 13, 2014

Eines der wenigen Vergnügen der jüngsten FAZ-Texte zu Elternschaft ist, dass Dr. Mutti diese sehr unterhaltsam kommentiert hat. ‚FAZETTELT (ODER DIE 32 KREISE DES WAHNSINNS)‚ lautet der Titel ihres Textes.

Aus irgendeinem Grund fand die FAZ vor einigen Tagen, es sei wieder einmal an der Zeit, die Kinder-Debatte zu führen. Liest man die Artikel der letzten Tage hintereinander weg, drängt sich der Eindruck auf, man hätte das ganze Thema nur aufgebracht, um verschiedene Level des Blödsinns durchzuspielen. Verzweifelt versucht die geneigte Leserin, irgendeine Linie darin zu erkennen. Vergeblich. Schließlich findet sich dann aber doch wenigstens ein erkennbares Muster: Frauen äußern sich zum Thema Kinder und Familie – Männer kommen und erklären ihnen, dass das ja nun wirklich alles unsinnig sei.

(…)

Um seine eigene Kompetenz als positives Beispiel dagegenzuhalten, erfreut uns Schulz mit Weisheiten wie der, dass es “ohnehin normal” sei, “dass mit Kindern im ersten halben Jahr wenig anzufangen ist.” Sie machten es einem einfach, indem sie einfach nur “herumlägen”. Und Väter sollten auch nicht traurig sein, dass “ihre Kinder sich im ersten Jahr von ihnen fast nie, von der Mutter aber immer beruhigen lassen”.

Mit diesen Erkenntnissen kommt Schulz zu dem Ergebnis, dass Kinderhaben schon anstrengend sei, aber: “es war nie so leicht wie heute”. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, dass es für ihn mit seinem Ansatz der einfach nur herumliegenden Säuglinge, mit denen zumindest der Vater nicht viel zu tun hat, tatsächlich recht einfach ist, Kinder zu haben.

2 Kommentare leave one →
  1. Anna permalink
    Januar 14, 2014 10:02 pm

    „Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, dass es für ihn mit seinem Ansatz der einfach nur herumliegenden Säuglinge, mit denen zumindest der Vater nicht viel zu tun hat, tatsächlich recht einfach ist, Kinder zu haben.“… haha! da sollte man wohl mal die mutter nach ihrer meinung fragen…

  2. Januar 15, 2014 11:10 am

    Für Kleinkinder mag es mit der möglicherweise bürgerlichen „Erfindung der Kindheit“ einfacher sein (bis sie ins Peergruppen- und Sozialerwartungs-Alter kommen und der Konformitätsdruck vermutlich heute nicht geringer ist als früher). Für die einzelnen Mitglieder der deregulierten Gesellschaft ist es anders, weniger festgelegt, weniger sicher. Und eigentlich auch eine politische (nicht nur parteipolitische und partei-rhetorische) Aufgabe: Familie als offenes Projekt, liberal oder kommunitär?

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