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Zadie Smith: Kinder sind eine Frage des Lebensstils

Januar 9, 2014

„Ob man Kinder hat oder nicht, ist zu einer Frage des Lebensstils geworden. Vor 100 Jahren wurde nicht darüber diskutiert, man hatte einfach Kinder. Ich sage nicht, dass das besser war. Nur halte ich die künstlichen Komplikationen und den intellektuellen Druck, dem wir uns in dieser Hinsicht aussetzen, für ziemlich überkandidelt.

Kinder als Accessoires?

Kinder als Ersatz für etwas, das sich schwer definieren lässt. Meta ist das Lebensgefühl meiner Generation. Wir sind durchdrungen von Erfahrungen aus zweiter Hand, aus dem Fernsehen, aus dem Internet, aus ironischer Werbung. Alle warten auf das „richtige“ Leben. Und mit den Kindern soll dieses richtige Leben endlich beginnen.

Warum haben Sie selber zwei Kinder?

Mein Mann wollte welche. Ich wäre auch mit einem Hund zufrieden gewesen. Aber das Wunderbare an Kindern ist, dass man nie, nie bereut, sie zu haben, wenn sie einmal da sind.“

Aus dem lesenswerten Interview ‚Weiße sind in der Minderheit‚ mit der Schriftstellerin Zadie Smith im ‚Tagesspiegel‘ (geführt von Sache Verna). Ich bin unsicher, ob ich das genauso sehe. Das Kinder für viele für ein imaginiertes ‚richtiges Leben‘ stehen, ist sicherlich wahr. Ob sie tatsächlich ’nur‘ eine Frage des Lebensstils sind – oder ob diese Vorstellung nicht eher selbst Teil neoliberaler Rhetorik ist, die stets  individuelle Wahlfreiheit betont, ist mir noch nicht klar.

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