Skip to content

Zum Vatertag: „Es kann Ihnen auch helfen, die Sorge um Ihr Baby mit der Partnerin zu teilen“

Mai 9, 2013

Ihr Leben: Zeit für sich haben

Bei den meisten Vätern eines Babys steht das „Ich“ an letzter Stelle der Prioritätenliste. Sich um das Baby kümmern, Partner sein, den Haushalt managen – all das hat Vorrang. Aber sich selbst eine Priorität einzuräumen ist wichtig, denn wenn Sie das nicht tun, wird Ihnen alles andere nur noch schwerer fallen. Das ist wie der Versuch, ein Auto mit leerem Tank zu fahren.

Da ein Tag leider nur 24 Stunden hat, können Ihnen ein paar Zeitspartipps helfen, das Meiste aus dem Wenigen zu machen, das sie haben. Einfache Änderungen wie beispielsweise ein paar Mal in der Woche für andere Tage vorzukochen, kann einen großen Unterschied ausmachen. Kaufen Sie gelegentlich auch mal ein Fertiggericht im Supermarkt. Und lassen Sie den Haushalt auch ruhig ab und zu mal schleifen. Es muss nicht immer alles glänzen – die alten Standards von früher gelten nicht mehr.

Es kann Ihnen auch helfen, wenn Sie sich die Haushaltspflichten und die Sorge um Ihr Baby mit der Partnerin teilen. Und versuchen Sie mindestens einmal pro Woche etwas für sich ganz allein zu unternehmen – gehen Sie zum Sport oder zum Essen mit einem Freund. Selbst eine halbe Stunde lesen, ein Telefonplausch oder ein Austausch in der Community während Ihr Baby schläft verschaffen Ihnen wertvolle Zeit für sich selbst.

Dieser schöne Text stammt vom ‚Babycenter‘, einer internationalen Website für Familien, die mich regelmäßig mit Newslettern versorgt. Der Newsletter zum 6 Monate alten Baby hielt oben stehende Leben-Tipps bereit. Zu Ehren des Vatertags habe ich dort den Begriff ‚Mutter‘ mit ‚Vater‘ vertauscht.

Party vorbei, Zeit für sich? (Foto: Fuckermothers)

Party vorbei, Zeit für sich? (Foto: Fuckermothers)

Der Wunsch, dass derartige Korrekturen nicht nötig wären – dass auch kommerzielle Elternseiten mütterliche Hauptverantwortlichkeit, Rollenstereotype oder gar Heteronormativität in Frage stellen – bleibt bislang ebendas: ein Wunsch, der hoffentlich doch irgendwann mal Wirklichkeit wird. Ein bisschen Grund zur Hoffnung geben Texte von Vätern, die sich gleichberechtigt die Pflegearbeit teilen oder, OMG!, sogar den Hautteil übernehmen. Schön dazu ist etwa der Artikel von Mikael Krogerus mit dem Titel ‚Ich kann Kinder‘. Sehr vielversprechend klingt auch das Buch des ‚Vollzeit-Vaters‘ Jochen König, der hier bereits Gastautor war. Weniger Hoffnung macht gleichzeitig der Gedanke, dass solche Väter weiterhin als Ausnahmen gehandelt werden. Darüber bekommen sie Aufmerksamkeit und Anerkennung, die Frauen in ähnlichen Situationen verwehrt wird.

Zum Schluss noch ein wenig gepflegte Anti-Stimmung: Zum Vatertag schrieb vor einem Jahr Mutterseelenalleinerziehend, wie dieser historisch entstanden ist und dass das nicht ihre Party ist. Und dieses Jahr erklärt Me, Myself & Child, warum sie Vatertag blöd findet.

Advertisements
2 Kommentare leave one →
  1. Mai 21, 2013 5:03 pm

    nach einer kurzen positivverwirrung war mir nach vier zeilen klar, dass hier die worte ‚mutter‘ und ‚vater‘ vertauscht sein mussten. *seufz* bor, wäre das schön, wenn ein text wie dieser genderneutral verfasst wäre! es stehen ja durchaus ein paar wichtige anregungen drin. „nimm dir auch mal zeit für dich“ und „perfektionismus nervt“ sind ja durchaus aussagen, die sich alle beelternden menschen an die wand pinnen können.

Trackbacks

  1. Piss auf Muttertag | Sich mit Worten bevorraten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: