Skip to content

Neujahrsvorsätze – weg mit den bösen Über-Ichs

Januar 2, 2013

Ein neues Kalenderjahr ist da und hoffentlich wird es besser als das alte – zumindest in Hinblick auf die Familienpolitik. Hierzu gibt Anita Fünffinger einen Jahresrückblick für 2012, in dem sie die Maßnahmen zu Betreuungsgeld, Frauenquote und Pflegezeit kritisiert.

Auf individueller Ebene finde ich einen Abschied von all den ‚Über-Drübers‘ einen guten Vorsatz. Erstens von der Über-Mutter, die sich ab und an in lebenden Personen materialisiert um mahnend irgendwelche Weisheiten zu Stillen, Karottenbrei und kindlichen Wirbelsäulen von sich zu geben. Meist ist diese Über-Mutter aber wohl eher eine Feindin im eigenen Kopf, die ganz in der Nähe vom Über-Ich sitzt um gnadenlos sämtliche mütterlichen Verfehlungen zu protokollieren. Ihr widme ich untenstehendes Video von ‚die tödliche Doris‘.

Zweitens ist die über-kritische Sicht auf den eigenen Körper durchaus verabschiedenswert. Schön dazu (wenn auch nicht ganz frei vom einigen Kitsch-Capriolen) ist immer wieder der Text ‚I’ve started telling my daughters I’m beautiful‚. Abschliessend einige Zeilen daraus:

„There are a lot of people like me. Women who know things. Women who have seen things. Women with diseases in their livers. There are a lot of women with scars on their arms and words that carry themselves like sparrows. There are women who were too big for this town, who had their backs bent carrying things like religion and a history that originated somewhere in the crook of a branch that extended over a stream. (…)

All of you women with lines on your brow, with cracks between your fingers… it’s been a long winter. All of you, you are beautiful and so am I.

(…) I don’t want my girls to be children who are perfect and then, when they start to feel like women, they remember how I thought of myself as ugly and so they will be ugly too. (…) I am beautiful.“

Darauf einen Sekt. Oder zwei. Und ein Stück Torte.

(PS: Auch empfehlenswert zum Thema: ‚Das Frauen.Mütter.Körper.Dilemma‚)

2 Kommentare leave one →
  1. Januar 2, 2013 4:14 pm

    oh yeah, danke! vor allem für den link zu „i’ve started telling my daughters i’m beautiful“.
    die äußeren übermütter sind ja auch nur deshalb so anstrengend, weil meine innere übermutter da sofort drauf anspringt.

  2. Januar 3, 2013 8:57 am

    Merci, vielen Dank! Ich bin sehr glücklich über Euren Blog gestolpert zu sein, Mamasein (von zwei Töchtern) und Feminismus ist was, das mich umtreibt und auch 2013 hoffentlich viel umtreiben wird. Freue mich auf Eure Artikel und darauf, dass wir Frauen uns mal näher an uns selbst als an den Ansprüchen der (eigenen) Kopfmonster orientieren. So be it.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: