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Sonntagslektüre zu weiblicher Armut

November 4, 2012

Arme Frau‚ ist der Titel eines lesenswerten Artikels von Julia Friedrichs, der in der ‚Zeit‘ erschienen ist. Anhand des Falls einer Verkäuferin illustriert sie, dass das Armutsrisiko für viele Frauen sehr viel höher als das für Männer ist. Ein kurzes Zitat:

„Es ist die Geschichte eines normalen Frauenlebens in einem reichen Land, das sich daran gewöhnt hat, dass Mutterwerden eines der großen Armutsrisiken ist. Vor allem weil es in der Regel die Mütter sind, die den Beruf unterbrechen, Hausfrau werden und merken, dass der Arbeitsmarkt diese Entscheidung später mit aller Härte bestraft. Zwischen dem wirtschaftlichen Status von Männern und Frauen klafft noch immer eine gewaltige Lücke: 70 Prozent der Niedriglöhner sind Frauen. 97 Prozent der Vorstandschefs der börsennotierten Unternehmen sind Männer. 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen, jede Dritte ist arm, hat also weniger als 1015 Euro im Monat, um sich und ein Kind zu versorgen. Das verfügbare Durchschnittseinkommen von Vätern dagegen steigt nach einer Trennung.“

Dabei geht sie auch auf die Rolle von Familien- und Arbeitspolitik ein. Besonders interessant fand ich die Informationen zu Minijobs:

„Sieben Millionen Menschen arbeiten als geringfügig Beschäftigte. 63 Prozent sind Frauen. Aus der »Perspektive der Geschlechtergleichstellung« seien die Minijobs »desaströs« urteilt eine Expertenkommission, die das Familienministerium berät. Der Gesetzgeber dränge durch die steuerliche Bevorzugung dieser Jobs viele Frauen in die Arbeitsverhältnisse, die niemanden ernähren, mache sie finanziell abhängig von staatlicher Hilfe oder dem Gehalt des Ehemanns.“

Das führt selbstverständlich auch später zu den bekannten Konsequenzen, nämlich Altersarmut. Frauen erhalten ca. 60 Prozent niedrigere Renten als Männer.

Was mich beim Lesen des Artikels allerdings störte, war die Liste an Gründen, die für die traditionalisierte Rollenaufteilung genannt wird, in die viele heterosexuelle Paare nach der Geburt des ersten Kindes fallen (und die vor allem auf Seite 2 beschrieben werden). Hier geht in erster Linie um das ‚Versagen‘ der Frauen: Diesen falle es schwer, Aufgaben im Haushalt an vermeintlich „putzwillige Partner“ abzugeben. Dass viele männliche Partner allerdings kein bisschen putzwillig sind – sei es, dass sie sich offen weigern, lediglich auf ihr ‚geringeres Sauberkeitsbedürfnis‘ verweisen oder ihre niedrigere Beteiligung schlicht nicht reflektieren – wird dabei nicht angesprochen. Schön wäre, wenn dieses Problem nicht nur als ‚Frauenproblem‘ diskutiert würde, sondern als das, was es vor allem ist: ein Problem männlichen Verhaltens.

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14 Kommentare leave one →
  1. November 4, 2012 12:55 pm

    Ich glaube auch in letzter Zeit einen (Erklärungs-)“Trend“ dahingehend zu erkennen, dass die Frau große oder zumindest maßgebliche Mitschuld an der klassischen Rollenaufteilung trägt – ob es nun um das „Abgeben“ von Putzagenden oder Kinderbetreuungsaufgaben geht, stets gesellt sich dazu der Zusatz, dass es die Frau anfangs irgendwie auch selbst vermasselt. Bilde ich mir das ein? Woher kommt das? Oder fällt es mir nur gerade irgendwie besonders oft auf. Ich weiß es nicht.

  2. November 4, 2012 1:06 pm

    Ich sehe das auch so und denke, dass Du recht hast. Einerseits finde ich es manchmal gar nicht so schlecht, bei den Gründen auch das Verhalten der Frauen einzubeziehen, weil so ihre Handlungsfähigkeit/ Agency beachtet wird (was ich besser finde als sie als ‚passive Opfer‘ männlichen Verhaltens darzustellen).
    Andererseits finde ich es problematisch, wenn diese Frauen-vermasseln-sichs-Erklärung plötzlich überhand nimmt und zur alleinigen wird, was momentan oft passiert. Ich denke dieses Blaming-the-Frau-Dings kommt vom Mythos, dass Gleichstellung vermeintlich längst erreicht sei und Feminismus ja total überholt und unnötig geworden. Vielleicht befürchten viele Autor_innen, dass sie durch den Verweis auf männliches Verhalten zu sehr unter Feminismus-Verdacht geraten?

  3. November 4, 2012 1:14 pm

    zumal die männer hier so hingestellt werden, als könnten die sich nicht durchsetzen. you know, die typen, die gleichzeitig in die vorstände vorrücken, old boys networks gründen und das halbe haus renovieren. die schmeißen das handtuch, weil die frauen sie nicht den heißbegehrten putzjob machen lassen wollen? #entdeckedenfehler

    • November 6, 2012 6:11 pm

      …nunja: Wer drängt sich schon auf wenn es z.B. ums Putzen oder Windelwechseln geht. Ich bin mir sicher, dass die Männer tatsächlich nichts dagegen hätten Ihre Partnerin mehr zu unterstützen.

      Mir ist auch klar woran das liegt: Für die Frau fällt mit dem ersten Kind meist der Job weg und plötzlich (so steht es ja auch in den zitierten Artikel) fehlt die Bestätigung durch Anerkennung im Job und durch das Geld das man verdient. Also versucht Frau in dem ihr bleibenden Bereich Kinder und Haushalt sich diese Anerkennung zurückzuerobern, in dem sie den Partner hier in die Zuschauerrolle verband. Denn wenn er nun auch noch (teilweise) Haushalt oder Kind machen würde, dann hätte die Frau ja gar keine Darseinsberechtigung mehr. Ist total paradox aber so habe ich das in meinem Umfeld erlebt und am schlimmsten war es meist bei den Akademikerinnen, für die ja noch mehr die Anerkennung aus Job wichtig ist.
      Die haben dann regelrecht angefangen das Thema Kind und Haushalt zu „akademisieren“, in dem sie eine Wissenschaft aus diesen (eigentlich natürlichen) Themen gemacht haben, um sich selbst indirekt auszuwerten.
      Und daher glaube ich schon, dass Männer da ein Stück weit ausgeschlossen werden. Und ganz ehrlich: Wer von uns Frauen würde einen Streit riskieren, damit er auch mal Fenster puten oder Wickeln „darf“, wenn das das von der Frau besetzte Terrain ist.

      Meine Gedanken….

  4. November 4, 2012 4:47 pm

    Ich hatte hier letztens eine Mutter(Ärztin) sitzen, die sagte sie würde keine Frau kennen die schlechter bezahlt wird als ein Mann…Ich hatte da allerdings ein Beispiel. Was aber hat die geringere aAssicht auf gut bezahlte Jobs mit der „Putzunwilligkeit“ der Männer zu tun? ich glaube ja immer noch, das die Kinderbetreuung das Problem ist…hab die Zeit allerdings nicht gelesen

    • berufstätigesreifachmama permalink
      November 4, 2012 10:18 pm

      Es ist vielleicht „männliches Verhalten“, das bei der häuslichen (Nicht-)Arbeitsteilung eine Rolle spielt. Insgesamt geht es bei dem Thema Mütterarmut aber m.E. um mehrere entscheidende Faktoren, die gesellschaftliche Struktur haben:
      – nicht ausreichende, zu teure und unqualifizierte/schlechte/überforderte Kinderbetreuung
      – Ausschluss von Frauen aus den gut bezahlten Berufen oder den Führungsetagen bzw. Schlechterbezahlung in „Frauenberufen“
      – dass es so etwas wie Minijobs überhaupt geben darf
      – „Ehegattensplitting
      Wobei auch die Aufteilung der häuslichen und Kindererziehungsarbeit oft bereits

      • Dummerjan permalink
        November 10, 2012 4:10 pm

        „nicht ausreichende, zu teure und unqualifizierte/schlechte/überforderte Kinderbetreuung“
        Also in dem Fußballverein, wo ich bin gibt es 62 Übungsleiter, alles Männer (davon 8 verheiratet) diese betreuen in der Woche 2 mal je 90min bis zu 20 Kinder + SPile am Wochenende+ Organisationsfragen im Verein (Sponsoring, Weihnachtsfeiern Sommerfest usw.). Und das tun die für – nix, unbezahlt. Die einzige vom Verein bezahlte Person ist – tärä – die Halbtagssekretäring (2 Tage in der Woche zu 18 h), Dort gibt es also durchgängig Kinderbetreuung für 120 Euro (im Jahr!) 2x die Woche für 2h.

        Mir ist schon klar, daß das außerhalb des Fokus der Frauenbewegung ist – denn Sportverein ist Männer sache (?), Aber nur weil es nicht ins ROllenbild paßt und nicht ins Bild vom „kinderbetreuungsfaulen“ Mann, ist es aber doch so. Und auf den Dörfern (ist es noch viel extremer).

      • Dummerjan permalink
        November 10, 2012 4:14 pm

        „“Ehegattensplitting“
        Wenn in Familie A Partner AA 1000 Euro und Partner AB 1000 Euro verdient zahlen sie 100 Euro, wenn in Familie B Partner BA 1500 Euro verdient und Partner B 500 Euro zahlt Familie B 150 Euro Steuern. Das Ehegattensplitting sorg an dieser Stelle dafür dass beide Familien gleichviel Steuern zahlen. Wer das abschaffen will braucht gute Gründe, warumFamilien, die gleiches EInkommen haben unterschiedlich hoch besteuert werden.

        Alternativ zum Ehegattensplitting wäre die Abschaffung der Einkommensteuerprogression denkbar. Aber soll das wirklich so sein?

  5. Janua permalink
    November 4, 2012 9:27 pm

    Ein Buch das ich zur Geschichte von Armuts-Politik gelesen habe, und mich sehr bewegt hat, ist
    Het Pauperparadijs von Suzanna Jansen
    Leider leider leider ist es nur auf Niederländisch erschienen und nicht auf Deutsch.

  6. November 4, 2012 9:49 pm

    immer wieder schräg wenn die Biologie als Grund für soziale Unterdrückung herhalten muss.
    Und ja: sehr schräg, wenn eine „Putzunwilligkeit“ und nicht einfach „Unwilligkeit zur Chancengleichheit“ herangezgen wird.
    Denn darum geht es doch: wenn Frauen allein die gleichen (echten und wirklich nutzbaren) Chancen hätten, würden sie sie nutzen… und dann brennt aber der Baum Maria!

  7. Sashimi permalink
    November 6, 2012 7:48 pm

    Ich habe den Artikel auch gelesen und fand es gut, dass dem Thema in der Zeit soviel Platz eingeräumt wird. Gleichzeitig dürften die Erkenntnisse an sich (Frauen tragen die vielfältigen Nachteile der ‚partnerschaftlichen‘ Arbeitsteilung) ja eigentlich alt bekannt sein.
    Ich finde es auch ärgerlich, dass die strukturellen Bedingungen, sei es die Lohnlücke, die mangelnde Kinderbetreuung, die weltfremde Unterhaltsregelung oder die erlernte Untätigkeit der Männer in Haushalt und Fürsorge, so hinten über fallen. Gleichzeitig finde ich es legitim, darauf hinzuweisen, dass solang diese Gegebenheiten eben nunmal bestehen, so ungerecht und 50er Jahre sie auch sind, der eine Hebel, den die einzelnen Frauen nunmal besitzen, eben das individuelle Verhalten, die individuellen Abmachungen sind.

    Das läuft letzten Endes schon ein bisschen in Richtung die ‚Feigheit der Frauen‘. Strukturen ausblenden und alle Schuld den naiven Frauen geben – auf keinen Fall. Männer ernstnehmen, die meinen, ihre Frau hätte sie nicht gelassen, nunja, das fällt mir auch eher schwer. Aber trotz allem finde ich es unaufrichtig zu leugnen, dass die einzelne Frau einen Teil der Verantwortung trägt. Damit negiert man nämlich auch eine Stellschraube (= eine kleine der verschiedenen Stellschrauben).

    Ich erlebe es immer wieder bei Freundinnen (und weiß, dass ich selbst auch mal stärker dazu geneigt habe), dass die teilweise sämtliche Anpassungsleistungen in einer Beziehung, auch vor Kindern und vor dem Zusammenziehen, selbst erbringen, nur damit die Beziehung überhaupt existiert oder pseudo-harmonisch ist. (Und das sind studierte und teilweise feministisch interessierte Frauen.) Das wird sich doch mit einem gemeinsamen Haushalt und Kindern nicht anders gestalten. Hier mal reinzugrätschen und zu sagen: „Hallo, auch wenn bei euch alles romantisch und sper ist, aber es gibt da sowas wie ne Scheidungsstatistik und quasi automatische Traditionalisierung und finanzielle Abhängigkeit und fehlende Kontakte zur Außenwelt und vielleicht einen Hausfrauenkoller, weil die Anerkennung auf der Arbeit fehlt“ etc. finde ich legitim und wichtig. Vielleicht auch eher unter Frauen/unter Freundinnen als in einer Zeitung, wo das dann als der einzige jemals relevante Grund rüberkommt, warum Frauen ausgebremst werden.

    Neben all der wichtigen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Möglichkeiten der Lenkung durch Steuern etc. ist es eben a u c h das Theme Heterobeziehungen und wieso die eigentlich so klassisch ablaufen und was Frauen darin eigentlich, oftmals zu ihren Ungunsten, suchen. Finde ich spannend.

    • ichpostenuraufhatr permalink
      November 7, 2012 11:55 am

      „die erlernte Untätigkeit der Männer in Haushalt “
      Woher kennst Du alle Männer in allen Haushalten?

  8. ichpostenuraufhatr permalink
    November 7, 2012 11:52 am

    Leider sind die Recherchen in Bezug auf die Minijobs wieder mal schlampig gewesen.
    Einfaches Flöhen des Webs und insbesondere des IZA (Forschungsinstitut des BA für Arbeit) hätte leicht das zu Tage gefördert:
    http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Statistische-Analysen/Statistische-Sonderberichte/Generische-Publikationen/Mini-Midijobs-2005.pdf.
    Dem entnehmen wir, dass ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte nicht „7Millionen“ sondern 4.893.000 ausschließlich von Minijobs leben müssen. Die Differenz zu den 6.739.000 in Minijobs Beschäftigten sind Personen, die im Nebenberuf einem Minijob nachgehen.
    „70 Prozent der Niedriglöhner sind Frauen“ liest sich im Original so:
    „Bei den ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten betrug der Frauenanteil 67,1 Prozent und bei den Nebenjobbern 56,9 Prozent.“

    Und das „Das verfügbare Durchschnittseinkommen von Vätern dagegen steigt nach einer Trennung“ ist schlicht Propaganda, weil die Unterhaltszahlungen die eigentlich der Expartnerin zuzurechnen wären als Teil des Einkommen des Mannes gerechnet werden. Darauf wird hier https://www.google.com/url?q=http://manndat.de/wp-content/uploads/2009/02/stellungnahme_zu_oecd-studie.pdf&sa=U&ei=1TuaUJPTEoSZhQeFi4DYBw&ved=0CAcQFjAA&client=internal-uds-cse&usg=AFQjCNHff1LUME_jRSeHH-Sd2OTZmvQ3Zw
    hingewiesen. Jetzt mag man die QUelle für parteiisch halten, jedoch wird dort auf die OECD-Methodik verwiesen.

    Nun ist eigentlich die Berechnung der Einkommen auf diese Art systematisch korrekt (weil die Primärempfänger der Einkommen gerechnet werden), aber die Interpretation des verfügbaren Einkommens ist falsch. Und es wäre die Aufgabe des Autors gewesen, dies entsprechend zu recherchieren. Wieso aber,wenn das Ergebnis so schön in die Opferrhtorik paßt?

    Und das „97 Prozent der Vorstandschefs der börsennotierten Unternehmen sind Männer“ ist schlicht Denunziation, wenn man 300 Topverdiener für 40 Millionen Männer als Beispiel anführt? WIe wäre es mit 97 % der tödlichen Arbeitunfälle ereilen Männer gewesen.

    Irgendwie ist diese Art von Propagandaartikel in einer Zeitung wie der Zeit unwürdig. Aber irgendwie typisch.

  9. berufstätigedreifachmama permalink
    November 11, 2012 4:11 pm

    Leider war mein Kommentar vom 4.11. aufgrund der doch etwas „unhandlichen“ Bedienung des Smartphones – schwupp – unvollständig gesendet worden. Sorry.

    Vielen Dank für die weiteren Kommentare darauf.

    Als Antwort an „Dummerjan“:

    Ja, was du über Ehegattensplitting sagst, klingt gerechter.
    Aber erstens finde ich dabei, dass es tatsächlich Familien MIT Kindern zugute kommen sollte, nicht allen verheirateten Paaren. Zweitens illustriert das Ehegattensplitting ein Problem an vielen strukturell neutral gedachten und etablierten Regelungen: gäbe es nicht-geschlechtsabhängig verteilt höhere und niedrigere Einkommen, so träfe es eben mal denn Mann, mal die Frau, dass er/sie zu Hause bleibt, weil sich seine/ihre Berufstätigkeit wegen des durch Steuern aufgefressenen _niedrigeren_ Einkommens bei gleichzeitigen erheblichen Ausgaben für Kinderbetreuung – das ist der Haken – nicht mehr „lohnt“. Die neutral gedachte Regelung trifft aber auf eine Gesellschaft, in der regelmäßig Frauen in den schlechter entlohnten Berufen arbeiten (oder gar bei gleicher Tätigkeit wie Männer schlechter entlohnt werden).

    Eine weitere (angeblich) geschlechtsneutrale Regelung, die in der konkreten Anwendung nicht geschlechtsneutral wirkt, ist das Rentensystem, das die „Ausfälle“ von Frauen aus der Vollverdiener-Lebenszeit – bzw. ihre häufig viel wertvollere Tätigkeit der Kinderversorgung – eben nur als Ausfall zu werten weiß.

    Das Beispiel mit dem Fußballverein finde ich sehr interessant, das sollte mal gewürdigt werden (bei uns sind es allerdings fast ausschließlich Väter, deren Söhne selbst in der Gruppe sind, nicht „unbeteiligte“ andere Männer), die diese Arbeit leisten.
    (Nebenaspekt: es ist extrem schade, dass das wieder nur Väter machen, zementiert das bei den kleinen Jungs und Mädchen doch wieder genau ihr Bild von Männer-/Frauenarbeit).
    Ein Problem ist aber auch, diese 1,5 Stunden am Nachmittag als Betreuung zu betrachten. In dieser Zeit kann ich doch keine Berufstätigkeit ausüben. Zudem müssen die Kinder von der Schule aus ja auch dorthin gebracht werden, es ist also keine Zeit, die sich nahtlos an Kinderbetreuung in Schule oder Kindergarten anschließt. Rechnest du noch die Wege hin und zurück, bleibt effektiv vielleicht 30-45 Min., um anderes zu tun, häufig nicht mal ausreichend, um einzukaufen.

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