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May Ayim: ‚entfernte Verbindungen‘

Januar 7, 2012

die hände meiner mutter / sind weiß / ich weiß / ich kenne sie nicht / meine mutter / die hände

die hände meines vaters / ich weiß / sind schwarz / ich kenne ihn kaum / meinen vater / die hände  […]

entfernte verbindungen / verbundene entfernungen / zwischen kontinenten / daheim unterwegs

ich weiß / in augenblicken erinnerungen / ich weiß / in händen den horizont / lebendig.

Diese Zeilen des 1993 erstmal veröffentlichten Gedichts ‚entfernte Verbindungen‘ stammen von der afrodeutschen Dichterin und Aktivistin May Ayim (1960-1996). Es setzt sich mit der Situation von Schwarzen Deutschen, Vorstellungen von Zugehörigkeit und mit der Bedeutung von ‚Hautfarbe‘ auseinander. Das Gedicht sowie einige Interpretationen und Hintergründe sind in diesem Text von Stefanie Kron zu finden. Mehr Informationen zum Leben May Ayims und ihrer Bedeutung für feministische und antirasstistische Bewegungen gibt es auf der wikipedia-Seite oder, für Berliner_innen, am 14. Februar in der Veranstaltungsreihe ‚Soul Sisters‚ (von 19-21 Uhr in der Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 36).

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One Comment leave one →
  1. Januar 8, 2012 1:58 am

    Wie schön, dass noch jemand an sie denkt!
    Danke!
    Ma

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