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pregnancy suit (zwischen drag und abschreckung)

September 26, 2011

Ähnlich wie den ‚fat suit‚ oder den ’sumo suit‘ gibt es auch den ‚pregnancy suit‘, also eine Art ‚Schwangerschaftsanzug‘. Während erstere allerdings vor allem der Verkleidung und dem Spass dienen, soll letzterer zu Einfühlung und ‚Empathie‘ führen, so verkündet es zumindest einer der Hersteller mit dem sprechenden Namen ‚empathybelly‚.

Mit dessen Schwangerschaftssimulator sollen sich sogar Bewegungen des Fötus nachstellen lassen. Empathie sollen dabei vor allem Angehörige, werdende Väter und sonstige Interessierte empfinden, was ja eigentlich eine gute Idee ist. Vielleicht würde er sich ja auch zu einer Art ‚Schwangerschafts-Drag‘ eignen. Zudem wird er wohl bei der Produktentwicklung verwendet um Design auf Schwangerschaft abzustimmen (von der Auto-Produktion kommen auch die Fotos, die keine Schleichwerbung sein sollen – es waren nur die einzigen mit einer CC-Lizenz, die ich finden konnte). Eine der weniger guten Ideen für die Verwendung, die aber auf der Hersteller-Liste ganz oben steht, ist ‚teenage pregnancy prevention.‘ Offenbar soll der Suit hier der Abschreckung dienen, entsprechend sind auch alle der aufgeführten Schwangerschaftssymptome eher negativ. Hm. Zum einen wird so wohl ein negatives Bild von Schwangerschaft vermittelt. Zum anderen dürften Verhütungsmittel und Aufklärung für eine selbtsbestimmte Sexualität wohl doch effektiver zur Vermeidung von Teenager-Schwangerschaften sein.

Ford pregnancy suit von Ford in Europe (via flickr)

Ford pregnancy suit von Ford in Europe (via flickr)

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2 Kommentare leave one →
  1. September 26, 2011 4:20 pm

    Von wegen Schwangerschaftssimulator. Eine (kinderlose) Freundin hat sich mal auf ner KostümWGParty ein Kissen unters Tshirt gestopft (das Motto war krasse Zustände oder so) und meinte sie wäre noch nie so krass angestarrt worden. Kann ich aus meiner eigenen Schwangerschaft nur bestätigen. Kann mir schon vorstellen, dass das zumindest gewollten Teenagerschwangerschaften vorbeugt, oder Schwangerschaften im allgemeinen, aber gegen ungewollte hilft das auch nicht, da haste recht….

  2. Roggen permalink
    September 27, 2011 3:46 pm

    Ich weiß nicht… Also, ich persönlich fand meine Schwangerschaft toll – sowohl den kugelrunden Bauch als auch, muss ich zugeben, die Aufmerksamkeit. Aber nicht, weil ich angestarrt wurde oder man mir einen Platz in der Bahn freimachte, sondern weil ich noch nie so oft auf der Straße einfach von wildfremden Menschen jeden Alters und Geschlechts ganz freundlich angelächelt wurde. Ich hatte den Eindruck, der Anblick einer Schwangeren hatte fast so eine Auswirkung auf die Laune wie ein Goldenretrieverbaby 🙂 Und die unangenehmen Sachen wie Verdauungsprobleme oder literweise Wasser in den Beinen werden durch ein umgeschnalltes Kissen nicht dargestellt.
    Also, wir haben uns als Kinder auch Kissen unters Shirt gesteckt um „schwanger“ zu spielen, aber ich erinnere mich nicht, dass das eine_n von uns irgendwie geschreckt hätte. Und mal ehrlich – die Belastungen, die ein Teenager während der Schwangerschaft aushalten muss, sind ja wohl nix gegen den Alltag mit Baby. Dann doch lieber den Jugendlichen was von Verantwortung erzählen und den Problemen, die man als Teenager ohne Schulabschluss, Ausbildung, Wohnung mit Baby hat als so zu tun, als sei ein Kugelbauch für ein paar Monate eine so große Abschreckung.

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