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Buch: Muttergefühle. Gesamtausgabe

September 20, 2011

Vor kurzem ist das Buch ‚Muttergefühle: Gesamtausgabe‘ der Hamburger Autorin Rike Drust erschienen. Für einige ist das wahrscheinlich nichts neues, da vorfreudige Ankündigungen bereits länger durch einschlägige Blogs schwirrten. Für alle anderen kommen nun einige Links zu Rezensionen des Buches, das ich selbst leider noch nicht gelesen habe – bis auf einige lustig klingende Probeseiten auf dem soeben erst entdeckten Blog ‚InFemme‚ der Autorin.

Eine Kritik gibt es auf dem Blog ‚Im Hühnerstall‚, die allerdings eher unqualifiziert wirkt (Buch auch noch nicht gelesen) und die manchmal etwas zweifelhafte Argumente vorbringt. So wird es als „reichlich vermessen“ bezeichnet sich „als Erstlingsmutter mit einem Kind“ über die ‚Gesamtheit‘ von Muttergefühlen zu äußern. Ich hatte allerdings erstens den Eindruck, dass Drust dies mit dem Titel ‚Gesamtausgabe‘ keineswegs beabsichtigte und zweitens glaube ich, dass es sowieso für jede_n unmöglich wäre (egal mit wieviel Kindern), sich jemals über die ‚Gesamtheit aller Muttergefühle‘ zu äußern.

Zu einer positiven Bewertung kommt Unsichtbares:  „das buch ist eine sehr persönliche schilderung von den gefühlen und gedanken die rike als (werdende) mutter so hatte und ganz nah dran an dem, was ich so fühle.“

Auch Nina Scholz von der Frankfurter Rundschau lobt das Buch: „‚Muttergefühle‘ erscheint genau zum richtigen Zeitpunkt. Mütter können im 21. Jahrhundert eigentlich nur noch alles falsch machen: Gehen sie wieder arbeiten, sind sie Rabenmütter, bleiben sie bei ihren Kindern, sind sie reaktionäre Vertreterinnen eines altertümlichen Familienmodells. (…) Schockierend war für Rike Drust aber darüber hinaus, wie schnell es mit der Gleichberechtigung vorbei ist, wenn erstmal ein Kind auf der Welt ist. Nicht, weil Männer dann gemein und Frauen unterwürfig werden, sondern weil praktische Entscheidungen getroffen werden müssen. Eine solche haben auch Rike Drust und ihr Mann getroffen: Da er mehr verdient, bleibt sie erst mal beim Kind. ‚Ich war plötzlich nicht mehr selbstständig und finanziell unabhängig, sondern musste mein Leben einem Vier-Kilo-Pflegefall und der gut bezahlten Berufstätigkeit meines Mannes unterordnen. Ich war Hausfrau und Mutter, fand diese Berufsbezeichnung ungefähr so attraktiv wie einen Blazer mit Schulterpolstern.'“

PS: Mittlerweile hat auch glücklichscheitern eine tolle Rezension geschrieben. Ihr Fazit: „das buch ist viiiiiiiel zu kurz. aber es handelt sich ja ‘nur’ um die ersten zwei jahre mit kind. fortsetzung kann also noch folgen^^. mitgenommen habe ich vor allem, dass man sich selbst und anderen müttern das leben nicht zu schwer machen sollte. perfektion ist kein wünschenswertes ziel sondern energieverschwendung, an der man nur scheitern kann. auch wenn ich mich nicht in allen kapiteln wieder erkannt habe (bei anderen dagegen dachte ich, die muss hier bei uns kameras aufgestellt haben), dieses buch gehört in jedes elternbücherregal (dabei musste ich in der buchhandlung erst mal freundlich fragen, ob sie das buch haben. liebe buchhändler_innen: schmeißt die ratgeber aus dem fenster, wir brauchen platz zum dancen! für muttergefühle!).“

PPS: Es gibt nun auch Besprechungen des Buches bei ParentID und franziskript.)

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2 Kommentare leave one →
  1. September 21, 2011 9:12 pm

    Danke für den Tipp!

  2. Ursel Baehsmann permalink
    September 23, 2011 12:17 pm

    Ich habe das Buch gelesen, war total begeistert und habe mich an vielen Stellen selbst wiedergefunden.
    Gut das mal ausgedrückt wird, dass Muttergefühle nicht nur aus Glück bestehen, sondern es auch viele Gemütsschwankungen gibt. Bei allen Betrachtungen überwiegen jedoch die glücklichen Momente
    wie auch in dem Buch ausgedrückt.

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