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genderneutrale Kleidung gibt es nicht

August 29, 2011

Bereits etwas älter ist der englischsprachige Text von Shannon LC Cate zu Kinderkleidung und Geschlecht, der den Titel Bent Gender Doesn’t Break trägt. Cate hat zusammen mit ihrer Partnerin ein drei Tage altes Mädchen adoptiert und schreibt nun über die Schwierigkeit – als Feministin und Mitarbeiterin eines Gender-Departments – passende Kleidung für ihre Tochter zu finden. Sie findet zwar das Gendering von Babies ‚absurd‘, wehrt sich aber gleichzeitig gegen die Annahme, geschlechtsneutrale Kleidung sei überhaupt möglich: „the fact that people do this absurd gender work upon tiny new infants is evidence that in our society, most adults find it impossible to relate to a truly androgynous being as a human subject.“ Hierbei bezieht sie sich auf die Empfehlung der US-amerikanischen Intersex-Gesellschaft, die empfiehlt, auch Kindern mit uneindeutiger Anatomie bei der Geburt ein ‚Gender‘ zuzuweisen.

Deswegen weist sie ihrer Tochter kleidungstechnisch zwar ein Gender zu, aber immer mal wieder ein anderes, da sie ihr sowohl Kleidung für Mädchen als auch für Jungen anzieht: „I don’t dress my daughter gender-neutrally; no one does. Like everyone else, I dress her in either ‚boys‘ clothes,‘ or ‚girls‘ clothes.‘ And when I dress her in the clothes I purchased on the boys‘ side of the store, people misread her gender every time.“

Sie schließt mit dem Vorschlag, jedes Kind als potentiell intersex oder transgender zu behandeln: „We believe that all children should be treated as intersexed, or at least as potentially transgendered. My daughter is a girl for now (albeit, an occasionally cross-dressing one), because having an assigned gender is a critical tool for being introduced to the world she lives in. But she may not always be a girl or quite a girl or quite the girl I make her out to be today. So I don’t strive to dress her outside the codes of gender. Even if it were possible, it would be an unfair attempt to force a certain gender expression — or rather, expressionlessness — upon her.“

Diese Idee steht in – zumindest leichtem – Gegensatz zu anderen Positionen, über die hier auch schon geschrieben wurde: so etwa zu dem genderlosen Kind Storm oder auch zu Bems Idee der vielen, multiplizierten Genderrollen.

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12 Kommentare leave one →
  1. Paula permalink
    August 29, 2011 2:58 pm

    Groß_artig!

    Ich versuche ähnliches mit dem MiniMenschen im meinem Leben. Mal boy, mal girl, mal beides,… zumindest Kleidungsmäßig. Von lustig über verwundert bis hin zu erschrocken sind die Kommentare der damit konfrontierten Menschen.
    Spannend wird es wohl, wenn es täglichen Kontakt mit anderen Eltern gibt. Ui. Dafür muss ich noch üben (ebenso wie für die nächste Situation in einem „Freiraum“ in dem mensch mir sagt, ich könne hier nicht mit Baby sein, denn es sei kein guter Ort für Kinder. AH. Tipps sind gern genommen.)

    Herzlichst, P.

  2. August 29, 2011 7:38 pm

    Also manchmal wundere ich mich über die Welt, oder wahlweise über meine Eltern. Ich bin Mitte der 80er geboren, mein Bruder kurz nach mir. Und wir hatten an, was gerade da war. Farbe egal. Na gut, es waren nur Hosen da. Als ich alt genug war, um Kleider einzufordern hab ich sie bekommen, aber mein bester Freund hatte immer die hübscheren Rüschenkleider. Mein Bruder ist in Röcken in den Kindergarten und das hat niemanden interessiert. Als ich mir die Haare abgeschnitten habe, so mit acht, haben mich vielleicht zwei Menschen gefragt, welches Geschlecht ich habe. Sobald wir alt genug waren um uns zu artikulieren, durften wir unsere Sachen selbst aussuchen, unsere Frisuren usw.
    ich hab erst in der Schule geschnallt, dass die anderen Mädchen- und Jungensachen unterscheiden. Vorher gabs Kindersachen und Erwachsenenklamotten, ach und ne Verkleidungskiste.

    Püppi zieht an, was ich hübsch finde, und ich hab ne Vorliebe für Roboter, grüne Ungeheuer und Knallepink.
    Ich finde übrigens, dass klassische (altmodische/traditionelle) Neugeborenen Kleidung geschlechtsneutral ist. Taufkleider zum Beispiel wurden von allen Babys getragen (Ja, bei den Katholiken nicht angezogen aber drauf gelegt…) . Im Krankenhaus in dem ich entbunden habe, wurden alle Babys die Beine gepuckt, der Rest war strahlend weiß.

    Paula:
    „Warum?“ ist meist eine gute Antwort auf solche Hinweise. Solange, bis dem gegenüber die Puste ausgeht, aber das meiste was da auskommt willst du vermutlich lieber nicht hören.
    Würde mich jetzt ja brennend interessieren wo mensch keine Babys mitbringen kann, von Raucherkneipen und der ersten Reihe einer unangemeldeten Demo mal abgesehen (das ist jetzt meine persönliche Meinung).

    Entschuldigt diesen Roman, konnte nicht anders…

    • Paula permalink
      August 30, 2011 4:52 am

      @unischtbar „Warum?“ klingt schon mal super… und so langsam geht’s auch wieder, also mir besser und nicht mehr so emotional, aber Samstag. Boah.

      Situation: Langersehnte, heißgeliebte von meiner Gruppe veranstalteter Party-Konzert-Abend. Mit allem SchnickSchnack, Freude, Tresenschicht…
      Plan 1: Freund paßt auf’s Baby auf (dann fehlte ein mensch mit Plan von Tonanlagen, er sprang ein, denn sonst nix Party), Plan 2: Freundin paßt auf’s Baby auf… ich blieb daheim, bis das Baby schlief, fuhr dann fröhlich los, drückte menschen ihren Stemple auf die Hand. Alles ruhig, alles super. Dann SMS: Baby schreit ganz viel, nix zu machen… ich hin, Baby eingepackt, Babysitterin auch – wieder zurück. Baby in den Cocktailraum aufs Sofa gelegt, Babysitterin dagegengesetzt,…

      Bis dahin alles super: der kleine Mensch schlief tief und fest wie ein Murmeltier, hatte seinen Hörschutz auf, sah friedlich aus und wurde allerseits bewundert. Ich stand am Tresen, Babysitterin saß meist neben dem Würmchen oder tapste auch mal kurz herum, dann standen aber andere mir bekannte Menschen am Sofa.

      Ja, es wurde in dem Raum geraucht. Viele Menschen, die das Baby sahen, gingen einfach raus. Andere sorgten immer wieder dafür, dass die Aussentür geöffnet wird. Für ein paar Stunden konnte ich das alles gut verantworten: den Rauch, die Musik von nebenan, das Licht (Kind lag im Schattend er Sofalehne, als nix blendendes). Alles gut und irgendwie gemütlich und friedlich (vorher daheim: schreischrei).

      Irgendwann gegen eins kam dann jmd und meinte, jmd hätte sich wegen des Babys beschwert. Oh. Aha. Ganz kurz später Kamm jmd und sagte: komm sofort rein, da regen sich einige Menschen furchtbar auf.

      Dann Konfrontation: wie kann man das denn machen; wie unverantwortlich kann man denn sein; der ganze Rauch; der Bass; das Kind hier so allein; wir haben stundenlang nach dir gesucht (aha?),… ich glaub, ich möchte, dass du gehst.
      Und ich irgendwie zu überrascht und wütend und traurig. Und ah. Und mit wenigen Argumente, denn na klar, ist eine Party nicht der beste Ort für ein Baby und na klar ist rauchige Luft doof. Doch fand und find ich das noch immer die klügste Entscheidung und vertrau auch etwas darauf, dass der kleine Mensch mir zeigt, wenn er was doof findet, ihm was weh tut, ihm zu langweilig, kalt, warm,… ist.

      Naja, dann erstmal mit Baby nach oben ins Hausprojekt und dann recht bald heim. Weil alles doof und ich ärgerlich und traurig über die Situation und mich und die Menschen.

      Beim nächsten Mal: cooler bleiben, mich nicht so angreifen lassen, zum reden kurz raus gehen/hinsetzen, ein Getränk anbieten, atmen, gekonnt (zurück)pöbeln,… ;o)

      Jetzt viel überlegen: wie will/kann ich leben, wie paßt das mit dem kleinen Menschen, und wo fängt Ausschluss an (erst Party, dann Plenum… und dann?),…

      Puh.

      (Bitte entschuldigt die Länge, aber irgendwoandershin als ins Tagebuch musste das und Meinungen sind gefragt und wenn’s nervt (ich weiß noch nicht, wie mensch sich in/auf Blogs benimmt) einfach löschen. Takk.)

      • August 31, 2011 7:50 am

        Oh Paula, was für Idioten. Babys schlafen überall und schreien wenn ihnen was nicht passt. Und lieber einen Abend Rauch, als eine sozial isolierte frustrierte Mutter. Wenn die anderen Partygäste sich solche Sorgen machen, können sie ja die Raucher auffordern, draußen zu rauchen, statt dich raus zuschmeißen. Oder das Baby spazieren fahren bis Du nach Hause willst. Grrr, ich bin gerade mit Dir wütend. Ich hoffe, dass du zukünftig mehr Unterstützung bekommst und weniger blöde Verhaltensvorgaben.
        Ich find dich sau cool, und mir wär in der Situation wahrscheinlich nur die Kinnlade runter geklappt, wenn ich nicht gleich in Tränen ausgebrochen wäre, bei soviel Gemeinheit.

  3. tulip permalink
    August 30, 2011 1:22 pm

    Danke. Genau, genderneutrale Kleidung trifft auf stets genderende Reaktionen des Umfeldes. Ab- oder Aufweichung wird schlichtweg sabotiert: anhand von Kleidung, Haarschnitt, Verhalten… werden (auch) Babys/Kinder permanent als dies oder das klassifiziert. So zumindest meine Erfahrung nach fast vier Jahren mit einer Tochter (eher kurze Haare und genderneutrale Kleidung, bis auf zuviel Rosa-Rüschen-Gedöns alles erlaubt), die häufiger, insbesondere im Zweifelsfall, als Junge durchgeht (- sogar dann, wenn sie ihr Lieblings-Bob-der-Baumeister-T-shirt mit Rock oder lila-Sternchen-Leggins kombiniert). Was uns meist egal ist (ihr bisher auch) und wir je nach Laune korrigieren oder auch nicht, nervt eher aus der Beschränktheit, die mich selbst als Kind nervte: warum darf man mit diesem oder jenem Aussehen und/oder Verhalten das eine oder das andere nicht sein. Interessant jedoch, der Kleidungs-Spielraum scheint für ‚Jungs‘ gar nicht so klein zu sein. Auch die Verwendung des Wortes Kind statt Mädchen/Junge provoziert auf Spielplätzen meist sofortige Nachfragen oder besorgte Klarstellungen. Sei’s drum, Irritationen schaden nicht, ob sie was ändern, wird sich zeigen. Selbst wenn das Kind irgendwann nur noch ‚Mädchen-Mädchen‘-Kleidung will, ist doch wichtiger, dass es weiß, dass man damit auch un-lady-like rumrüpeln darf…

    @paula: „Beim nächsten Mal: cooler bleiben, mich nicht so angreifen lassen, zum reden kurz raus gehen/hinsetzen, ein Getränk anbieten, atmen, gekonnt (zurück)pöbeln,… ;o)“ – ja, leider fällt einem der perfekte konter-spruch (oder auch die warum-frage) meist erst später ein – kopf hoch!

  4. September 1, 2011 4:37 pm

    Hello tulip, unsichtbar und paula – danke für eure kommentare.
    @ Unsichtbar: manchmal frag ich mich auch, ob das mit den Kinderklamotten heute stärker geworden ist, auf alten babyfotos hatten ich und meine schwester auch nie etwas rosanes an, irgendwann fingen wir aber an, rosa und lila und mintgrüne (mein fahhrad) sachen selbst einzuforden.
    @ Paula: puh, – ich finde auch echt seltsam von diesen Menschen, dass sie dich einfach von der Party ’schmeissen‘, ohne sich genauer mit deiner situation zu befassen oder dir unterstützung anzubieten (zumal du da ja gearbeitet hast). Ich frage mich, ob das auch passiert wäre, wenn Du ein Typ wärst, also ob die
    Partycrowd anders auf Vater & Kind reagieren würde. Und ich weiß auch nicht genau, was man da sagen kann (vielleicht sie bitten, über Ausschlüsse nachzudenken? Ihnen antifeministisches Verhalten vorwerfen? Bei der nächsten Party die Orga-Gruppe bitten, auch die Kinderfrage mit zu organisieren und vielleicht einen kids-friendly nichtraucherraum mit einer betreuunungsperson zu organisieren? Naja, so toll is das wahrscheinlich alles nicht…) Ebenfalls Kopf hoch und ich wünsch dir viel Kraft!
    @ tulip find ich auch!

    • Roggen permalink
      September 8, 2011 9:08 am

      Ich habe eine kleine Tochter. Da ich ganz viele Babyklamotten gebraucht aus meiner Familie geschenkt bekomme, trägt sie vor allem die Kleider meines kleinen Bruders (ein „Nachzügler“ von fünf Jahren, die Sachen sind also noch ziemlich neu). Das fanden erst mal viele irgendwie bemitleidenswert, weil das ja Jungensachen sind und schenken mir deshalb immer explizit „Mädchensachen“, also möglichst viel Pink und Rosa und Herzchen und Schleifchen.
      So weit ist das ja alles reine Geschmackssache, aber dann ist mir was unangenehmes aufgefallen:
      Ich kenne nur Eltern von Mädchen, die keinen Wert auf geschlechtsspezifische Babykleidung legen, keine Eltern von Jungs. Das heißt, ich kenne niemanden, der einem Jungen ein rosa Shirt mit einem Lämmchen drauf anziehen würde, aber durchaus, wenn auch wenige, Mädchen, die ein blaues Shirt mit einem grünen Flugzeug tragen. Das können mir die entsprechenden Leute nicht begründen, aber irgendwie kommt es meistens gut an, dass meine Tochter Jeans und ein egal wie gefärbtes Shirt trägt (was seltsamerweise tatsächlich nicht als genderneutral, sondern als Jungenkleidung betrachtet wird), aber ein Junge in Mädchensachen ist für die meisten undenkbar, irgendwie falsch. Das führt dazu, dass meine Tochter in ihren Klamotten meistens für einen Jungen gehalten wird, aber sobald sie dazu auch nur ein rosa Halstuch oder rosa Söckchen trägt, definiert sie das als Mädchen und niemand käme auf die Idee, ein Baby, das ein einzelnes rosa Kleidungsstück trägt, für einen Jungen zu halten.
      Meine leider nicht besonders positive Interpretation: Ein Mädchen in Jungenklamotten ist zwar ungewöhnlich, aber cool, wahrscheinlich, weil damit positive vermeintliche „Jungeneigenschaften“ assoziiert werden wie Selbstbewusstsein und Stärke. Ein Junge in Mädchenkleidung dagegen wird mit „Mädcheneigenschaften“ wie Sanftmut, Ruhe, Nachgiebigkeit und Sensibilität assoziiert, die an Mädchen als positiv gelten, bei Jungen aber eher als weichlich, schwächlich etc. gelten.
      Heißt das, dass immer noch ein Mädchen mit Jungenkleidung aufgewertet wird, ein Junge mit Mädchenkleidung dagegen abgewertet? Eltern sind oft entsetzt, wenn man sie auf ihr eigenes Denkschema hinweist…

      Genderneutral scheint es tatsächlich nicht zu geben, aber das liegt daran, dass eigentlich neutrale Sachen, die man an Erwachsenen nie einem Geschlecht zuordnen würde, für Jungensachen hält. Eine Jeans, die wahrscheinlich auch jede von uns täglich trägt, ist an einem Baby ein Jungenkleidungsstück, solange nicht irgendwo ein Schleifchen oder eine pinke Naht dran ist. Männlich ist die Norm, bei Babies wie in der Sprache – das Maskulinum ist unmarkiert, das Femininum bedarf eines expliziten Hinweises. Ich bestehe, wenn man mich darauf anspricht, weiterhin darauf, dass es genderneutrale Kleidung für Babies gibt und fordere denjenigen auf, mir zu erklären, wie er/sie darauf kommt, es handele sich um Jungenklamotten – zum Beispiel einer Frau in blauem Shirt und Jeans fällt das sichtlich schwer 🙂

      • September 10, 2011 1:58 pm

        Hallo Roggen, das ist eine echt präzise Beobachtung mit der Jungs- und Mädchenkleidung. Ich hatte schon mal überlegt, ob und wie man ‚geschlechtsneutrale‘ Babykleidung designen könnte – aber mir sind dann auch nur eher unmarkierte Primärfarben wie grün und gelb eingefallen, was ja Deiner Beobachtung nach trotzdem eher ‚männlich‘ wär. Dann dachte ich, ‚hey, was ist mit pink und blau gestreift?‘ – well, aber ich schätze das wäre dann automatisch ‚weiblich’…das wäre fast eine Studie wert. Eine Lösung jedenfalls gibt es da wohl echt nicht so einfach…

      • Natascha permalink
        Januar 28, 2016 1:57 pm

        Hallo,
        ich bin so eine Mama, die ihrem Jungen auch pinke, blumige und glitzernde Sachen anzieht. Da fast alles 2nd hand bei uns, greif ich einfach zu wenn’s noch gut aussieht und mir einigermaßen gefällt. Momentan (dank krass guter Tageseltern) und Kindern die das nicht besonders inetressiert was wer an hat, wird noch kein großes Aufsehen drum gemacht; auch wenn Liebesmensch (Papa von Mini) immer mal wieder zu diskutieren anfängt wenn’s im „zu sehr mädchen“ wird, weil er Angst hat Mini könnte gehändelt werden (was bisher noch nicht vorgekommen ist, aber Mini ist auch erst knapp über 2.5). Viel häufiger höre ich aber wie sich Leute „Sorgen“ machen, dass er ja gehänselt werden könnte etc.
        Ach oft: ja du drückst ihm das ja über, wenn er das selber ganz doll will ist ja okay, aber so?
        Hm, naja, also wenn ich Mini jedes Kleidungsstück beim Kleidungskauf aussuchen lassen würde, würde nichts passen und wir würden Stunden brauchen….ach es nervt so, das Menschen da so ein Thema mit haben…
        Längere Haare hat er auch, so dass er oft für ein Mädchen gehalten wird, was ich dann auch gar nicht kommentiere oder auch wechselnd weibliche und männliche Personalpronomen benutze; mir graut’s (ja grau…) es nur schon vor später: Schule etc… sich erklären müssen und so weiter. Mini steht total auf Schmetterlinge und Glitzer, aber auch auf Autos und Tiere überhaupt. WARUM sollte er das nicht dürfen… ich verzweifle jetzt als Mama dann doch noch mehr dran, als nur in der Theorie vor Kind (wo ich das schon ätzend fand)

  5. Juli 25, 2014 12:57 pm

    Diese ganze Diskussion kann meiner Meinung nach nur auftreten, weil der Trend zum Einzelkind geht. Wenn ich als erstes ein Mädchen bekomme, alles in rosa einkaufe, dann als zweites einen Jungen, alles neu kaufen muss, nur, weil es rosa ist, was ist das für eine Verschwendung? Und die Sachen sind ja meistens (vor allem in den kleinen Größen) kaum angezogen, bevor das Kind wieder rausgewachsen ist.

    Ich stelle mir gerade vor, da bekommt eine Familie ein Mädchen, dann einen Jungen, verkauft dazwischen die Mädchenkleidung, danach die Jungenkleidung und bekommt dann ein Nachzügler-Mädchen, das nicht geplant war. Alles dreimal gekauft…

    Für mich war immer klar, dass ich nicht nur ein Kind möchte. Deshalb kaufe ich auch eher nach Funktion ein, als nach Farbe. Wenn auf der Jungenseite nur Jacken in der falschen Größe sind, dann bekommt das Murmeli auch mal eine rosafarbene Jacke. Und die Socken mit den Dalmatinern und Glitzersternchen hat er sich selbst ausgesucht. Soll ich ihm das verbieten? Das einzige, was er echt nicht hat, sind Kleidchen. Dabei wären die doch gerade bei den warmen Temperaturen ein wahrer Segen.

    Das Thema Mädchensachen/Jungensachen hatte ich aber jetzt auch schön öfters mal angeschnitten.

    Murmeli wird übrigens oft für ein Mädchen gehalten, unabhängig davon, was er anhat. Warum? Weil er so schöne dichte blonde Locken hat, die so süß sind, dass ich sie ihm einfach nicht abscheren kann.

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