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Gebärauftrag verweigern? Bzw: Nix neues (50 % deprimierend – 50 % lustig)

August 24, 2011

Nix neues – aber, naja, es verändert sich eben auch nicht viel. Mal wieder ein Artikel zu den Problemen deutscher Mütter-Emanzipation, diesmal von Katrin Bennhold in der New York Times zu Motherhood as a Retreat from Equality: Dort bringt sie die üblichen depriminerenden Statistiken: nur 14 % aller Frauen kehren nach dem ersten Kind zur Vollzeit-Arbeit zurück, nach dem zweiten Kind sind es nur 6 %. Anschließend stellt sie ein Paar mit den hübschen deutschen Namen ‚Jutta und Horst‘ vor. Horst arbeitet viel, Jutta missbilligt den Plan der Autorin, ihr Kind von einer ‚Nanny‘ beaufsichtigen zu lassen und erklärt, für sie komme ihr Kind an erster Stelle. Dazu Katrin Bennhold: „I met several German mothers like Jutta on the playground and was torn between sympathy and impatience. (…) They all think of themselves as equals to their husbands. In practice, the roles they have assumed still bear a striking resemblance to those of their mothers, who had a much narrower set of opportunities and rights at their disposal.“

Nun zum lustigen Teil: der Titel Gebärauftrag verweigert! von Sybille Bergs Text im Spiegel bietet vielleicht eine Lösung auf das Mütter-Problem: gar nicht erst eine werden. Ausserdem kritisiert sie zurecht die Ansprüche des Diskurses. Ein Auszug: „Will man sich richtig in die Scheiße setzen, sollte man unbedingt etwas über Kinder schreiben. Es gibt außer im Computerbereich kaum ein Fachgebiet, in dem sich mehr Experten aufhalten und wo die Emotionen schneller eskalieren. Über das hochartifizielle Gebiet der Kinderzubereitung darf nur eine Meinung haben, wer seinem Gebärauftrag nachgekommen ist. Seien Sie beruhigt. Ich habe dem Land 16 Kinder geschenkt. Wie Radieschen steckten sie im Boden, ich musste sie nur pflücken und schau an, sie waren alle tätowiert. An den Tattoos werdet ihr sie erkennen, später, das klare Bekenntnis zum Mainstream (…).“

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