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Einige randomisierte Artikel zum Wochenende: Statistiken und so

August 5, 2011

Hier die zufällige Auswahl einiger Artikel aus nicht-repräsentativen Medien zum Lesen am Wochenende. Die meisten drehen sich um die jüngst veröffentlichten Bevölkerungsstatistiken in Deutschland. Und sie machen nicht unbedingt Werbung für Elternschaft.

Die SZ konstatiert eine ‚Überaltete Gesellschaft‚: „Das Volk der Deutschen schrumpft: In keinem anderen Land der EU leben – gemessen an der Gesamtbevölkerung – so wenige Kinder und Jugendliche wie in Deutschland.“ So sind lediglich 16,5 Prozent der deutschen Staatsbürger unter 18 Jahren. „Zugleich veröffentlichte das Statistische Bundesamt in Berlin alarmierende Zahlen zur Kinderarmut in Deutschland: Jedes sechste Kind unter 18 Jahren sei von Armut bedroht, so der Bericht.“ Ähnliches stellt in der gleichen Zeitschrift Thomas Öchsner fest. Dabei gibt er einen Überblick über die Lage von Kindern in Deutschland und beschreibt eine ‚Absage an die Familie‘.

Schön die Kolumne von Denit Yügel in der taz dazu: ‚Super, Deutschland schafft sich ab!‚ Ein Auszug: „Was im vergangenen Jahr noch als Gerücht die Runde machte, ist nun wissenschaftlich (so mit Zahlen und Daten) und amtlich (so mit Stempel und Siegel) erwiesen: Deutschland schafft sich ab! (…) Besonders erfreulich: Die Einwanderer, die jahrelang die Geburtenziffern künstlich hochgehalten haben, verweigern sich nicht länger der Integration und leisten ihren (freilich noch steigerungsfähigen) Beitrag zum Deutschensterben. (…) Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen und, wie Wolfgang Pohrt einmal schrieb, den Krieg zum Sachwalter und Vollstrecker der Menschlichkeit gemacht zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzenlosem Selbstmitleid, penetranter Besserwisserei und ewiger schlechter Laune auffällt (…) diese freudlose Nation also kann gerne dahinscheiden.“

Und noch ein weiterer Text zur Infragestellung der Reproduktion, den mir eine Freundin weitergeleitet hat (Danke). Ihre Mail trug den schönen Betreff: „idealisierte Elternschaft als ein sich selbst erhaltendes Glaubenssystem.“ Dies fasst die Kernaussage Christian Webers Text in der SZ mit dem Titel ‚Der Mythos vom Elternglück‚ gut zusammen. Ein Auszug: „Klassischer Fall von Selbstbetrug: Kinder nerven und kosten Geld. Trotzdem – oder gerade deswegen – reden Mütter und Väter sich ein, dass die lieben Kleinen ihr Leben bereichern, so eine Studie kanadischer Psychologen.“

Bild: Woman reading, 1930s, von Seattle Municipal Archives (über flickr)

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