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Linksammlung: PID, HipHop und Wickeltische

Juli 11, 2011

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) wurde am 7.7.2011 durch den Bundestag begrenzt zugelassen. Zu der Debatte berichtet unter anderem Thorsten Denkler in der SZ. Die Frage ob PID nun gut oder schlecht ist, ist sicherlich schwierig und wird hier mit einem beherzten ‚Jein‘ beantwortet. Dazu einige unvollständige und knappe Argumente:

  • Pro PID: Einerseits zählt natürlich das Selbstbestimmungsrecht der Frauen bzw. Paare. So spricht sich profamilia wegen „der Verwirklichung reproduktiver Rechte“ in einer Pressemitteilung für die Gesetzesentscheidung aus. Zudem ist äußerst problematisch, dass viele der PID-Gegner_innen mit der ‚Würde des Lebens‘ argumentieren, wobei sie oft auch ‚Embryo‘ und ‚Kind‘ gleichsetzen. Dementsprechend positionieren sich einige dieser ‚Lebensschützer_innen‘ sogar gegen Abtreibung.
  • Contra PID: Unklar ist, inwieweit Frauen bzw. Eltern, die in einer Gesellschaft leben, die so genannte ‚Behinderung‘ zunehmend ablehnt, tatsächlich frei und selbstbestimmt entscheiden können. Ausserdem kann es mit dieser Methode zu einer verschärften Grenziehung zwischen ’normalen‘, schützenswerten und ‚unnormalen‘, nichtschützenswerten Embryonen kommen. Deswegen setzt sich ein Artikel von Robin Alexander in der Welt kritisch mit der PID auseinander.

Nun zu anderen Dingen. Sehr ergiebig zum Thema Mutterschaft war diesmal wieder einmal die Mädchenmannschaft. Hier eine Kurzzusammenfassung ihrer Linksammlung: Mutterseelenalleinerziehend schreibt über ihre Erfahrung mit Hartz IV und rechtundgeschlecht über das geplante Betreuungsgeld. Zudem besteht nun ein Grundsatzurteil, das einer Mitarbeiterin von Sony, die wegen ihrer Schwangerschaft diskriminiert wurde, Recht gibt. Ausserdem findet sich auf dem Blog ein Video der HipHopMoms, in den sich diese gegen die ausschließliche Festlegung auf die Mutterrolle wehren und das hiermit ebenfalls reposted wird (s.u.).

Franziskript berichtet von der beschwerlichen Suche nach einem Kinderbetreuungsplatz in NRW. Und Mama007 beschreibt ihr Gefühl als ‚Facility Mom‚, die manchmal die Dankbarkeit ihres Kindes vermisst.

DieStandard berichtet von den schlechten Arbeitsbedingungen von meist meist weiblichen, migrantischen HaushaltsarbeiterInnen in der EU. Ausserdem zeigt sie eine Fotostrecke mit dem Titel ‚Heiße Ärsche und Teilzeit-Mami‚, die durch die sexistischen Abgründe der österreichischen Werbelandschaft streift.

Der Väterblog verweist auf einen Text von Herbert Friedrich, in dem dieser über seine sechs Jahre als Vater mit Elternzeit und einem 30-Stunden-Job berichtet. Auch ein Link zu einem Artikel der Überraschung – Bild ist hier zu finden, in dem der Autor beklagt, dass sich der Wickeltisch im Frankfurter Flughafen in der Damentoilette befindet, was wickelwillige Väter benachteilige.

Ein Reminder: das sicherlich besuchenswerte Wer lebt mit Wem Sommercamp findet vom 24.-31.7.2011 statt.

Und: Fuckermothers gibt es nun unter dem fürs Medium verharmlosten Namen Fcker Mothers auf facebook.

Nun zum Video:

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