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Die Geburtsfrisur

Juli 9, 2011

Ein weiterer Diskursschnipsel aus der Kolumne prägnant & pregnant der Autorin Unter den Haaren.

Liebe Mitschwangeren, ich brauche dringend!!!! Euren Rat. So zur Geburt, man kann sich ja nicht mehr shaven wie früher, nur noch waxen lassen und das ist echt blöd, ich glaub das kann wehen auslösen, weil es so schmerzhaft ist, da frage ich mich, wie ich das Problem „Untenrum“ lösen soll. Seit dem fünften Monat ist bei mir Wildwuchs, es sei denn mein Freund rasiert mich und immer wenn ich zur Frauenärztin gehe, dann schäme ich mich. Das muss ja aussehen! Auf jeden Fall hab ich jetzt ein Stilproblem: Soll ich zur Geburt so „naturalstyle“ kommen, oder eher so „70ies“? Und das Problem ist, ich weiß ja nicht, wann die Geburt dann ist. Ich kann ja nicht jeden Tag frisieren. Ich seh ja noch nicht mal meine Füße. Es sollte so ein Schwangerschaftsrasierer geben, damit man unter der Geburt nicht so rüberkommt, wie ein verwahrloster Freak. Any Suggestions für eine coole, schöne und praktische Geburtsfrisur?

(PS: Achtung:Polemik. Siehe Kommentare)

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12 Kommentare leave one →
  1. Juli 9, 2011 11:30 pm

    ich vermute mal, bei der geburt sind hebammen und gynäkolog_innen anwesend, die die medizinisch durchaus „angemessene“ einstellung haben: haare sind hygienisch, auch untenrum, die rasur ist ja eher so ne ästhetische sache. bei der geburt hat es mich noch sonst jemanden der anwesenden interessiert, was da untenrum wucherte…

  2. Rubi permalink
    Juli 10, 2011 10:21 pm

    Gelungene Polemik 😉 Ich bin auch überrascht, mit welcher Vehemenz sich die Intimfrisuren durchsetzen und dass jetzt „Natürlich“plötzlich ungepflegt wirkt. Dazu fand ich diesen Beitrag auch ganz gut: http://tagwerk.wordpress.com/2011/06/15/intimfrisuren/

  3. Juli 11, 2011 6:57 am

    polemik, puh, g*tt sei dank – ich hab mir schon ein wenig sorgen um diesen blog gemacht…zumal der beitrag wie eins zu eins aus gofeminin o eines der anderen foren klang, wo sich sorgen gemacht wird, ob bei der geburt auch noch was anderes ‚da unten‘ raus kommen könnte als das baby…

  4. Juli 11, 2011 11:07 am

    Ja, sollte schon eine Polemik und quasi Übertreibung der ganzen go-feminin-Sachen sein 🙂 Zuerst stand der Einleitungssatz aber auch nicht davor, das hatten wir dann noch verändert, weil ich auch den Eindruck hatte, dass das mit der Ironie nicht so deutlich rauskommt. Naja, wir brauchen auch noch ein bisschen Übung im Bloggen – in einer Zeitschrift sind ja so Kolumnen irgendwie markiert bzw. befinden sich immer an einem bestimmten Platz oder so. Mal sehen, vielleicht kennzeichnen wir noch deutlicher… Jedenfalls verstehe ich – besonders zumal ich selbst extrem langsam im Ironieerkennen bin – die Verwechslungsgefahr!

    • Juli 12, 2011 12:24 pm

      jetzt bin ich aber auch beruhigt 😉
      (ich hab allen ernstes überlegt, das blog von meiner rolle zu löschen. das passte so gar nicht hier her)

    • Juli 14, 2011 8:55 am

      einfach mit „glosse“ taggen 😉

  5. Juli 12, 2011 2:44 pm

    Freut mich emotional auch, dass dieser Post eher subversiv gemeint war. Viele Menschen reflektieren aber im Alltag doch eher wenig.

    Alle Menschen sind (irgendwie) sozial eingebettet und müssen sich zu gesellschaftlich vorherrschenden (etc.) Zeit-Phänomenen positionieren. Auch bei Frisurmoden aller Art ist das so: Nicht zu rasieren ist eine Position, die letztlich an die sozial (von Zeit zu Zeit unterschiedlich) rezipierte Modeerscheinung „rasieren“ gebunden ist.

    In bestimmtem Maß muss man sich auch zu Moden (letztlich dualistisch) positionieren (denn auch „Nichtpositionierung“ ist ärgerlicherweise eine Positionierung). In diesem Fall heißt das: Rasieren oder nicht rasieren, wenn ja und wenn nein: In welcher Form? Und, für Fortgeschrittene: Mit welcher Aussage? „Rebellious hairy“ oder „Je nach Stimmung“ oder bewusste Entscheidung für „fashion victim“?

    Zum Haar (aller Orten) als soziales und biologisches Merkmal würde ich als (von diesem speziellen Thema bisher großteils nur indirekt betroffener, zumindest biologisch und haar-sozial als Mann definierter) Mensch sagen: Let your spirit soar. Und your hair grow. Wenn es gefällt. Auch wenn dieses (inter)subjektive „Gefallen“ eine Frage der Sozialisierung sein könnte. Vielleicht kann man als Individuum nicht einmal diese „modische“ Sozialisierung „überwinden“. Aber man kann versuchen, sich davon etwas zu distanzieren, um auf sich selbst und seine Vorlieben/Geschmacks-Prägungen mit einem Augenzwinkern schauen zu können.

    Dieser Eintrag hat mich zu dem hier stehenden Text inspiriert. Vielen dank dafür. Etwas längere Version nun online auf meinem Blog.

  6. Gbabyg permalink
    August 17, 2011 9:23 pm

    oh mann…. ist das deine erste SS???
    Wenn ja, wirst du spätestens beim einsetzen der ersten Wehe feststellen, dass es dir schnurzpiepegal is wie du da untenrum ausschaust…..und glaub mir, wenn du Haar stehen lässt sind noch der schönere Anblick deiner Mumu..;)

    • Tulip permalink
      August 18, 2011 10:45 pm

      @gbabyg: sorry, wer schwangerschaft mit ss abkürzt, hat wohl auch keine ahnung was ‚ps‘ heißt – dies ist eine glosse. google das mal…

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