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Hebammen und Sommercamps: die Wochenschau

Juni 3, 2011

Hier einige Links zu vergangenen (langen) Woche, die bei mir diesmal aus 10 Tagen besteht:

Ende Juli gibt es ein viel versprechendes Sommercamp auf der Burg Lutter, nämlich das Wer lebt mit Wem (WlmW) Sommercamp. Dort soll es um „die radikale Infragestellung der bestehenden Verhältnisse auf Kleckerburgen und im Planschbecken“ gehen und Antworten auf Fragen wie diese gesucht werden: „Wie schaffen wir es, aus der heteronormativen Matrix und deren Auswirkungen auf unser Leben auszubrechen? Wie können unterschiedliche Konstellationen von Beziehungen und Familie selbstbestimmt und frei gelebt werden?“ Kinder sind dort ausdrücklich mit eingeladen.

Im Spiegel hat Lisa Erdmann einen Artikel zur schlechten ökonomischen Lage der Hebammen (vor allem wegen stark gestiegenen Versicherungsbeiträgen) geschrieben: Babys holen lohnt sich nicht mehr. Dies führe mittlerweile schon dazu, dass viele Hebammen die Geburtshilfe aufgeben und es in einigen Gegenden zu einer Unterversorgung komme.

Wie auch der Mädchenblog berichtet und z.B. auch in Die Standard nachzulesen ist, wurde Polen vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt, weil es einer Frau eine pränataldiagnostische Untersuchung und damit eine mögliche Abtreibung verwehrt hatte. Die Frau hatte 2002 ein Kind mit dem Turner-Syndom geboren. (Davon betroffene Menschen werden übrigends auch manchmal als ‚Intersex‘ klassifiziert – irgendwie ein fast zu komplexes Thema, um es in einen Wochenrückblick zu packen, merke ich gerade). Polen hat eine sehr restriktive Abtreibungspolitik und erlaubt Abtreibung nur in bestimmten Fällen, etwa nach einer Vergewaltigung oder bei einer schweren Behinderung des Kindes. Demgemäß ist die Rate illegaler und damit oft gesundheitschädlicher Abtreibungen sehr hoch. Zudem ruft der Mädchenblog auch in Erinnerung, dass es nicht das erste Mal ist, dass Polen wegen seiner Abtreibungspolitik verklagt wurde. „Schon 2007 wurde der Staat zu Schadensersatzzahlungen verklagt, da er einer Frau einen Abbruch untersagte, obwohl die Ärzt_innen der Frau attestierten, dass ein Austragen der Schwangerschaft mit gesundheitlichen Schäden verbunden ist. Die Frau erblindete.“

Die australische Feministin Catherine Deveny beschreibt, wie sie mit ihren drei Söhnen den Slut-Walk in Melbourne besucht und zwar in T-Shirts mit der Aufschrift  ‘You‘re not allowed to rape sluts eiter‘, eine Aussage, die in all den akut grassierenden Vergewaltigungs-Debatten nicht oft genug getätigt werden kann. (Link von Bluemilk)

Einem bei der Mädchenmannschaft gefundenem Link zum taz-Artikel Lass Papa das mal machen, ist auch in Punkto Bewertung nichts mehr hinzuzufügen. Erfreulich ist wenigstens die  „Aussage, dass auch Väter Verantwortung in der Erziehungsarbeit übernehmen sollten. Die Argumente hierfür sind allerdings haarsträubend stereotyp und biologistisch. “ Und tatsächlich: krude Konstruktionen mit Hormonen, Gehirnen und sogar Kriminalstatistiken – horrible!

Glücklichscheitern dagegen berichtet sehr unterhaltsam von der beschwerlichen Suche nach einem Betreuungsplatz für ein Kind unter drei Jahren in einer westdeutschen Stadt – der Titel Kita-Klappern spricht bereits für sich.

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