Skip to content

About

Fuckermothers hat das Ziel feministische Perspektiven auf Mutterschaft zu werfen, insbesondere auf das momentan in euroamerikanischen Gesellschaften herrschende Mutterschaftsideal. Dieses Ideal beruht vor allem auf Vorstellungen einer selbstlosen, aufopfernden Mutter, die das emotionale ‘Herz’ der Familie bildet, verheiratet ist, keinen Beruf ausser der Berufung zur Mutter hat und auch keine sexuellen Bedürfnisse besitzt. Dieses Ideal entstand geschichtlich in der bürgerlichen Schicht des 18. Jahrhunderts. Heute wird es noch um einige andere Elemente ergänzt: die heutige gute Mutter soll sich aufopferungsvoll um ihren Nachwuchs kümmern, gleichzeitig aber auch (in Maßen) eigene ‘Karriere’ machen, Sport treiben, Spaß haben und weiterhin schlank und attraktiv sein – eine Anforderung, die den Druck ins Maßlose steigen lässt. Parallel zu diesem ‘Feel-Good-Imperativ’ sind Frauen mit Kindern heute einem massiven Armutsrisiko ausgesetzt.

Fuckermothers möchte weder Mutterschaft noch Mütter abwerten – es geht darum, das gängige Ideal von Mutterschaft zu hinterfragen, und all die Ansprüche in Punkto Schwangerschaft, Geburt, Stillen, Kinderpflege und ‘korrekten’ Gefühlen,  die daran geknüpft sind. Um dieses Ideal zu verunsichern und destabilisieren, möchte  Fuckermothers die Perspektive, wie man/frau heute Mutter sein kann, erweitern und die Vielfalt an möglichen Lebens-, Körper- und Gefühlsentwürfen zeigen.

Dabei geht es auch um das Verhältnis von Feminismus und Mutterschaft. All die schönen neuen Ansätze des Queer-Feminismus, der Pro-Sex-Bewegung und der Gender Studies allgemein zielen eher auf junge beziehungsweise kinderlose Frauen und Individuen ab. Wenn frau dann Mutter wird, scheinen ihr als theoretische Bezugspunkte plötzlich nur noch der Differenzfeminismus und einige eher altbackene Ansätze des 70er Jahre Feminismus à la Matriarchat, durchmischt mit ein bisschen Gleichstellungspolitik, Naturheilkunde und Homöopathie, zu bleiben.

Fuckermothers möchte deswegen auch nach den verschiedenen Möglichkeiten feministischer Mutterschaft(en) fragen, nach den queeren Müttern, den hetero-Müttern, den hippen Müttern, den nicht-Müttern, den Anti-Müttern, den Anti-Anti-Müttern, den pro-Mutterschafts Müttern, den Teilzeit-Müttern, den Polit-Müttern, den rassistisch diskriminierten Müttern, den trans_Müttern, den VäterMüttern, den sexy Müttern, den marginalisierten Müttern, den pro-sex Müttern, den cripple moms, den traditionellen Müttern, den kritischen-Müttern-die-trotzdem-in-traditionellen-Beziehungen-leben, den männlichen Müttern, den mütterlichen Männern, den alleinerziehenden, den dicken, dünnen, jungen, alten, faulen und fleissigen Müttern, allen dazwischen und den fuckermothers allgemein.

Wichtig sind viele Perspektiven. Wenn Ihr Texte also zu einem dieser Themen habt, könnt Ihre diese gerne auf Fuckermothers veröfentlichen.

Kontakt: fck_mothers (at) gmx.de / Facebook: Fuc Kermothers

Fuckermothers erhielt den dritten Platz bei ‘Bloggermädchen des Jahres 2012′ der Mädchenmannschaft und wurde 2012 für die ‘deutsche Welle’ der BOB-Awards nominiert. Ausserdem war Fuckermothers Gastblog beim Missy Magazine, wird unter anderem bei der Featurette und Cat-und-Kascha gezeigt und wurde in den Publikationen Jungle World, Die An.schläge, wir eltern, Die Zeit, Die Standard und Nido vorgestellt.


Netiquette: Dieser Blog orientiert sich, trotz einiger Kritikpunkte, vor allem an queer-feministischen Perspektiven. Alle Formen von Kommentaren, Einwänden, Anmerkungen, Fragen, Kritiken und Erfahrungsberichten sind herzlich erwünscht. Allerdings gibt es einige Kommentar-Regeln: Bitte keine Beleidigungen oder aggressiven Abwertungen anderer Personen und deren Meinungen. Und bitte keine rassistischen, nationalistischen, antisemitischen, homophoben, transphoben, sexistischen und sonstigen menschenfeindlichen Argumentationen – wir behalten uns vor, solche Kommentare zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen. Wenn Ihr, liebe Leser_innen, denkt, dass fuckermothers selbst solche Aussagen gemacht hat, wäre toll, diese Kritik per Kommentar/ Email/ Facebook mitzuteilen. Und zur Info: Die Autorinnen dieses Blogs sind teilweise kinderlos, teilweise sind sie Mütter. Zudem sind viele von ihnen weiße Akademikerinnen, was ihre Perspektive einschränkt und sie, trotz besserer Absichten, anfällig für diverse -Ismen macht.

20 Kommentare leave one →
  1. Christian permalink
    April 29, 2011 11:19 vormittags

    Dein Blog scheint absolut notwendig. Siehe: http://www.wilhelm-griesinger-institut.de/veroeffentlichungen/seelenvergiftung.html
    Wahrscheinlich nicht wirklich satifaktionsfähig der Laden, aber trotzdem.
    Weiter so und liebe Grüße

  2. barbouschka permalink
    Juli 9, 2011 6:07 vormittags

    Danach habe ich gesucht!!! Gibt es sie doch noch, die Mütter, die sich nicht einfach ins System einpassen, ja sagen, still halten, alles mit sich machen lassen? Haben Reste der Frauenbewegung überlebt? Diesen Geist des Widerstands brauchen wir Hebammen in unserem Kampf für das Überleben unserer Art – wir sollten zusammenhalten!!!

  3. August 11, 2011 9:07 nachmittags

    Ich finde das Thema auch wichtig und sehr spannend. Arbeite jetzt seit 6 Jahren daran meine feministischen Theorien aus dem Studium in der Praxis als berufstätige Mutter zu verwirklichen und bin immer wieder erschreckt wie wenig offen emanzipierte Mütter es gibt.

    Eine Frage habe ich aber:
    Warum habt ihr diese seltsame Schrift für euren Blog gewählt? Ich wollte im ersten Moment sofort wieder weg, weil ich dachte: OH Gott schon wieder so ein rechter Blog 8)

    Die Beiträge die ich bisher gelesen haben gefallen mir aber sehr gut und ich komme bestimmt wieder :)

  4. August 14, 2011 11:44 vormittags

    Vielen Dank erstmal! Zur Schrift (wie auch zum Namen): das sollte erstens in Richtung der üblichen Strategien-Schlagworte von Aneignung, Umdeutung und Verschiebung gehen. Und zweitens fand ich es in dem Moment einfach lustig. Es sollte halt keine niedlich-süsse-mädchenhafte und auch keine super-stylisch-nüchterne Schrift sein und sollte nähe zu diesem Motörhead-Dingen herstellen. (Ausserdem ist das zumindest historisch betrachtet ja keine Nazi-Schrift.) Ich überlege aber manchmal einen Designwechsel, der bislang an Ideen- und Zeitarmut gescheitert ist.

    • August 14, 2011 7:44 nachmittags

      Ach, lass doch bitte die Schrift so! Mir gefällts… Und die Nationalsozialisten fanden Fraktur schrecklich altmodisch und wollten lieber so was klares, wie die heutige Druckschrift… Hat zumindest mein Kunstlehrer behauptet.

      • August 12, 2012 3:49 nachmittags

        ich kann mich Unsichtbar nur anschließen:ich mag die Schrift so wie sie ist,mich erinnert das an old school fanzines im copy+paste style…und euch mag ich sowieso:)!Wir sind alle fuckermothers <3 <3 <3!!!

      • Februar 17, 2013 3:28 nachmittags

        Ich muss sagen, ich hatte dieselbe Assoziation wie aupairfamilienrw,
        diese weiße altdeutsche Schrift auf schwarzem Grund, dann noch ein Titelwort “Mutterschaftsideologie” lediglich die rosa Schrift(eine Farbe, die ich echt nicht mag, aber gleichzeitig nicht mit einem rechten blog verbinden kann) hat mich dann irritiert – vorallem in Zusammenhang mit dem Thema Rosafizierung/meine Tochter mag kein rosa. War dann positiv überrascht :D
        Ich denke man kann es so lassen, es ist provozierend und reißt aus der heute so perfekt antrainierten Contenance im Netz heraus.

    • August 23, 2011 8:46 vormittags

      du, genau den ersten impuls wie aupairfamilienrw hatte ich auch. aber man gewöhnt sich dran …

    • eli sa permalink
      Juni 14, 2012 12:56 nachmittags

      sieht bisschen punkig und deshalb gut so aus. und passt auch irgendwie schön zur collagen-ästhetik.
      also bitte so lassen.

  5. milchschnitte permalink
    August 30, 2011 5:58 nachmittags

    Ich bin heute auf diesen Blog gestoßen und kann gar nicht aufhören, zu lesen. Danke!

  6. November 11, 2011 12:24 nachmittags

    Vielleicht sieht mein Blog nicht danach aus, aber ich halte einen gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Mutterschaft mehr als angebracht und wichtig. Ich habe durch meinen Blog relativ häufig Kontakt zu Müttern, die genau aus dieser verknöcherten Mutterschaftsideologie heraus unglücklich sind. Ich maile oder rede mit intelligenten, selbstständigen Frauen, die irgendwann eine gute Partnerschaft hatten, irgendwann Kinder bekamen und dann, wenn überhaupt, nur noch teilweise außerhalb arbeiteten. Irgendwann zwischendrin wurde die vom Staat (und Gesellschaft) geforderte Ehe geschlossen (der Bund fürs Leben).
    Die Frauen halten ihren Männern den Rücken frei, fördern sie, kümmern sich um den Haushalt, die Kinder, die Freunde, die Eltern (auch die Schwiegereltern), … und das spannende, die meisten glauben auch noch, dass sie Schuld an ihrem Unglück sind. Der Ehepartner ist aber mindestens genauso “schuld”. Es wird Zeit, dass wir uns alle von den gesellschaftlichen Fesseln der völlig veralteten Lebens- und Moralvorstellungen lösen. Lasst endlich die Ideen der Monogamie, der maskulin dominierende Hierarchie-Strukturen und der Unterdrückung anders seiender und denkender aufgeben. Lasst uns aufklären.
    Ich glaube dieser Blog kann dazu beitragen. Ich wünsche dem Blog eine weite Verbreitung.

  7. Olivia permalink
    November 17, 2011 1:43 vormittags

    Love the artwork! Pity I can’t read German… Maybe I can add that to my list of things to do before I die.

  8. Dezember 14, 2011 9:21 vormittags

    Hello Fuckmothers,
    you are nominated for the “Lieblings Blog Award” by nouniouce, siehe: Liebster Blog Award
    Gruß Nouniouce

  9. Mai 12, 2012 9:22 nachmittags

    bin gerade beim surfen auf euren blog gestoßen und gleich schon begeistert! erstaunlicherweise (oder vielleicht auch nicht erstaunlich) beginne ich gerade seit ich mutter geworden bin, mich mit feminismus mehr auseinanderzusetzen. vielleicht auch, weil ich eine tochter bekommen habe :) grade dieses nach-der-schwangerschaft-wieder-schlank-werden und bald-wieder-arbeiten-gehen (wobei es bei uns eher ein muss statt ein will ist…) macht mir schon ab und zu bauchschmerzen. ich erwarte es von mir selbst, aber irgendwo ist das allgemeine bild einer modernen mutter heute ja so, wie ihr schon schreibt. und was das verheiratet angeht: bin ich nicht. aber die nichte meines freundes (6 jahre) hat sich ihrer mutter ggü. verwundert geäußert, wieso wir denn ein kind haben, wenn wir nicht verheiratet sind und ob wir denn dann heiraten würden, wenn wir vielleicht ein zweites kind kriegen. schon hart, dass das für sie absolut zusammenhängt… sorry fürs verquasseln, ich musste grade mal meine gedanken hier hinterlassen. auf jeden fall danke für den blog, ich werde mich die nächste zeit mal hier durchlesen!!!

  10. Dezember 21, 2012 8:04 nachmittags

    Vielen Dank für diesen Blog – es gibt doch noch normale Menschen – das lässt hoffen :-)

  11. Januar 14, 2014 8:30 nachmittags

    Ach, wie toll! Ich muss sagen, der unterschwellige und so oft völlig unbewusste Muttermythos hat mich in Deutschland immer von der Mutterschaft abgehalten. Jetzt bin ich in Schweden – und hier ist nicht alles besser, aber vieles. Vielleicht schreib ich da mal was zu, hier (wenn Ihr wollt) oder bei mir. Ich freue mich, dieses Blog gefunden zu haben. (Auch, wenn ich trotzdem wirklich hoffe, dass der Begriff “Feminismus” irgendwann überholt ist – weil einfach nicht mehr notwendig.)

  12. MrBubbbles permalink
    Mai 1, 2014 6:35 nachmittags

    Völlig zufällig bin ich auf diese Seite geraten und obwohl ich mit Mutterschaft und so gar nichts zu tun habe, lese ich seit Stunden und freue mich über die Klugheit die offentsichtlich doch noch irgendwo da draußen in den Köpfen der Menschen vorhanden ist. Danke!

Trackbacks

  1. Mädchenmannschaft » Blog Archive » Mutterschaft als feministisches Thema
  2. Missy Magazine » Endlich: Gastblog Fuckermothers!
  3. Fuckermothers | Missy Magazine

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 286 Followern an

%d Bloggern gefällt das: